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Der Stromvergleich: Das sind die Strompreise Europas

Der Stromvergleich: Das sind die Strompreise Europas
Inhaltsangabe

Strompreise: Was Strom in Europa wirklich kostet

Die Strompreise in der EU für private Haushalte steigen stetig. Dabei ist der Preiszuwachs in manchen Ländern höher und in anderen wiederum geringer. Ende 2019 lag der Strompreis in Europa im Durchschnitt bei 20,5 Cent pro Kilowattstunde. Der Spitzenreiter ist mit 30,88 Cent pro Kilowattstunde Deutschland. Das Schlusslicht bildet Bulgarien mit 9,97 Cent/kWh. In diesem Artikel möchten wir Ihnen die Entwicklung der Strompreise in der EU bis 2020 aufzeigen.

Wo ist der Strompreis in Europa am höchsten?

Derzeit kostet eine Kilowattstunde in Deutschland 30,88 Cent. Den ersten Platz nehmen die deutschen Verbraucher bereits seit 2 Jahren ein. Zuvor führte Dänemark die Liste mit 29,84 Cent/kWh an. Nach Deutschland und Dänemark folgen Belgien mit 28,29 Cent/kWh und Irland mit 24,23 Cent/kWh. Mit einem Kilowattstundenpreis von 24,03 Cent nimmt Spanien den 5. Platz ein.

Im direkten Vergleich zu Bulgarien beispielsweise ist der Strompreis in Deutschland rund 3-mal so hoch wie in Bulgarien und rund doppelt so hoch wie in Polen. Die europäische Statistik zeigt außerdem, dass der Strom in Frankreich, den Niederlanden und Österreich deutlich günstiger ist. Die Strompreise in Deutschland liegen allerdings schon lange weit über dem Durchschnitt in Europa.

Warum sind die Strompreise im Europavergleich so unterschiedlich?

Viele verschiedene Faktoren nehmen direkten Einfluss auf die Preise für Strom in Europa. Dazu gehören unter anderem der nationale Energiemix, die geopolitische Lage als auch die Netzkosten und Steuern. Aber auch die Umweltschutzkosten beeinflussen den Strompreis. Die Netzkosten, also die Kosten für die Stromerzeugung und den Transport, sind seit 10 Jahren fast überall stabil. 2010 stiegen die Netzkosten von 12,3 Cent/kWh auf die aktuellen 13,2 Cent/kWh. Der Steueranteil am Strompreis hat aber immer weiter zugenommen. Waren 2010 im Durchschnitt 25,6% des Preises für den Staat gedacht, so stieg der Anteil im Jahr 2019 auf 36,6% an.

Strompreise Europas 2019: Abgaben und Steuern machen den Unterschied

Der Strompreise Europa Vergleich zeigt deutlich, dass vor allen Dingen die Steuern und Abgaben für die großen Preisunterschiede verantwortlich sind. Zwar liegt der Durschnitt in der EU bei 36,6%, die Werte mancher Länder übersteigen diesen aber deutlich. In Dänemark sind die Abgaben mit 63,7% am höchsten. Mehr als die Hälfte des Strompreises (52,3%) fließen auch in Deutschland an den Staat. Dieser verwendet allerdings davon 21,5% für die EEG-Umlage. Damit soll der Ausbau der erneuerbaren Energien mitfinanziert werden.

Die niedrigsten Steuern auf Strom fallen in Malta an. Dort sind es nur 4,8% des Preises. Der Steueraufschlag ist in Bulgarien mit 16,7% und in Tschechien mit 18,2% ebenso relativ gering. Das gilt ebenso für die Slowakei mit einem Anteil von 18,7%.

Wie haben sich die Strompreise in Europa in den letzten Jahren entwickelt?

Die Strompreise Europas sind in den letzten 10 Jahren im Durchschnitt um 19% gestiegen. Besonders zu spüren bekommen haben dies die Verbraucher in Lettland, wo der Preis um 55% gestiegen ist. In Großbritannien mussten die Bürger 46% mehr bezahlen und in Belgien 43% mehr. Die Strompreise in Deutschland haben sich währenddessen um 27% nach oben entwickelt.

Nur leicht gestiegen sind die Strompreise in Schweden. Gerade einmal 3% Preisaufschlag ist dort zu verzeichnen. Die Verbraucher mancher Länder konnten sich sogar über Preisnachlässe freuen. So ist der Strompreis in den letzten 10 Jahren in Norwegen um 2%, in Polen um 3% und in der Slowakei um 4% gesunken. Eine besondere Preisentwicklung hatten Ungarn und Malta hingelegt. Dort ist der Strompreis um 29% beziehungsweise 21% nach unten korrigiert worden.

Die Strompreise Europas im Vergleich zum durchschnittlichen Einkommen

Fast alle europäischen Länder haben eine Preissteigerung für Strom seit 2010 erlebt. Doch nicht nur der Preis an sich ist entscheidend, sondern ebenso auch das Einkommen der Verbraucher. Um also die Preise gemessen an Einkommen besser mit anderen Ländern vergleichen zu können, wurde der KKS geschaffen. Der KKS steht für Kaufkraftstandard und dient als fiktive Währung. Ermittelt wird er anhand des Bruttoinlandsproduktes pro Kopf eines Landes sowie weiterer Berücksichtigungen.

Wie zuvor bereits aufgezeigt sind die Preise pro Kilowattstunde in Bulgarien am niedrigsten und in Deutschland und Dänemark am höchsten. Wenn man aber die Kosten nun in Relation zum Kaufkraftstandard setzt, ist Strom in Kroatien am teuersten. Darauf folgend Rumänien und Polen. Deutschland nimmt hier Platz 6 ein und gliedert sich somit ins obere Mittelfeld. Gemessen am KKS ist Strom am günstigen in den Niederlanden, Luxemburg und Großbritannien.

Worauf sollte man beim Strompreisvergleich achten?

Ein Vergleich der Stromanbieter kann finanziell sehr viele Vorteile versprechen. Im Internet gibt es dafür zahlreiche Vergleichsrechner. So kann jeder den passenden Tarif auswählen. Schließlich müssen die Konditionen eines Angebots nicht für jeden das Beste sein. Wir empfehlen allerdings auch, nicht nur auf den Preis zu achten. Weitere Anforderungen wie Tarifbedingungen, Service und Kundenfreundlichkeit sollten nicht vernachlässigt werden. Zu beachten ist grundsätzlich immer:

  • eine kurze Vertragslaufzeit
  • eine Preisgarantie von mindestens einem Jahr
  • eine kurze Vertragsverlängerung und Kündigungsfrist
  • sowie die Bewertungen anderer Verbraucher

Tipp 1: Bei jährlichem Wechsel auf Bonustarife setzen
Wer jedes Jahr seinen Stromanbieter wechselt, sollte unbedingt auf Sofort- und Neukundenbonus setzen. Dann kann am meisten Geld eingespart werden. Wer hingegen gelegentlich den Anbieter wechseln möchte, sollte auf gewöhnliche Tarife setzen, welche keinen Bonus enthalten. Eine mögliche Wechselfalle wird so vermieden.

Tipp 2: Vertragsgerecht kündigen
Grundsätzlich wird der Vertrag mit einem Anbieter automatisch nach der Laufzeit gekündigt. Es gilt allerdings zu beachten, dass bei einer Preiserhöhung das Sonderkündigungsrecht gilt. Wenn in einem solchen Falle der Vertrag nicht zeitnah auslaufen sollte, so muss der Vertrag selbst gekündigt werden. Der Kündigungstag ist dann der, an dem der vorherige Preis noch gilt.

Tipp: 3: Neuen Stromanbieter rechtzeitig beauftragen
Wer seinen Stromanbieter wechseln möchte, der sollte seinem Vertrag 3 Monate vor der automatischen Verlängerung kündigen und einen neuen Anbieter suchen. Kurzfristige Wechsel mit nur wenigen Wochen Bearbeitungszeit könnte Probleme herbeiführen.

Hinweis: Die Stiftung Warentest empfiehlt eine Vertragslaufzeit von maximal 12 Monaten. Die Preisgarantie sollte mindest für ein Jahr gelten. Die Kündigungsfrist sollte höchsten 6 Wochen betragen und die Vertragsverlängerung sollte sich auf einen Monat belaufen.

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